Ich hab` den schönsten Beruf der Welt

Gibt es schöneres, als im Herbst duftende Mandeln, zarte Rosinen und exotische Gewürze für die Weihnachtsbäckerei einzukaufen? Wenn es draußen kalt und die Tage kürzer werden, kann ich es kaum erwarten, Früchtebrot und die ersten Lebkuchen zu backen. Spätestens, wenn der erste Weihnachtsduft die Backstube erfüllt, gibt es für mich kein Halten: Ich liebe es, Schokoladenweihnachtsmänner herzustellen, feinstes Weihnachtsgebäck zu backen oder ein Stück von unserem himmlischen Stollen zu probieren oder eine selbst hergestellte Praline, jede einzelne ein kleines Meisterwerk. Auch nach mehr als 30 Jahren lasse ich mich gerne zum Naschen verführen. Von den leckeren Kuchen und Torten ganz zu schweigen…
Meine Tochter sagte kürzlich: Papi, du hast ja einen Bauch! Ups... Ich erspare mir den Kommentar.
 

Erst Bäcker – dann Konditor - dann Confiseur
Zunächst begann meine berufliche Laufbahn als Bäcker. 3 Jahre habe ich das Bäckerhandwerk gelernt und danach fleißig Brötchen gebacken. Das Konditorenhandwerk hat mich damals schon gereizt. Also habe ich eine zweite Ausbildung absolviert, diesmal zum Konditor und ich spürte sofort: dazu bin ich berufen.
Während eines Auslandaufenthalts in der Schweiz arbeitete ich in einer führenden Schweizer Confiserie als Confiseur bevor ich schließlich Seite an Seite mit Herrn Heinritz in der Bad Säckinger Backstube stand – und das knapp 10 Jahre lang. 1993 habe ich das Café Heinritz übernommen,  nachdem Herr Heinritz die Konditorei aus Altersgründen nicht mehr weiterführen konnte.
 

Bäckt ein Bäcker auch zu Hause?
Kunden fragen mich immer wieder, ob ich eigentlich noch Kuchen essen mag. Da brauch ich nicht lang zu überlegen: Ja klar! Auch nach 30 Jahren liebe ich es, ein Stück vom Kuchen abzubekommen… Die Versuchung ist groß und das Naschen die schönste Nebensache meines Berufs – das ist auch heute noch so! Nur zu Hause, da wird statt Kuchen lieber Käse überbacken…
 

Meine größten Fans? Meine Kinder
Auch sie lieben Torten und Kuchen über alles. Aber nur die, die der Papa macht…